Aktuelle Informationen vom August 2022

Massnahmen Energiemangellage und Fortschritt «geo2riehen»

Die internationale Energiemangellage könnte dazu führen, dass die Versorgung mit Gas und Strom knapp wird. Diesbezüglich stehen wir in engem Kontakt mit unserer Vorlieferantin IWB. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere Kundschaft auch im kommenden Winter mit ausreichend Wärme versorgen können. Denn falls es zu einer Kontingentierung von Gas käme, ist – gemäss aktuellem Planungsstand des Bundes – davon auszugehen, dass die WVR AG als sogenannter «geschützter Verbraucher» eingestuft ist. Dies bedeutet, dass wir als Fernwärmeanlagenbetreiberin aller Voraussicht nach nicht von einer allfälligen Kontingentierung betroffen wären. Wir prüfen zudem, ob wir bei Bedarf als Alternative mehr Wärmeleistung direkt von IWB beziehen oder kurzfristig eine weitere Heizzentrale aktivieren können. Mit der Preisentwicklung verschiedener Energien ist es jedoch wahrscheinlich, dass wir kommenden Herbst erneut eine Preisanpassung vornehmen müssen. 

 

Unsere bestehende Geothermieanlage, welche einen Teil unserer Fernwärme produziert, steht leider still. Nach einem Schadenfall muss die Geothermiepumpe ersetzt werden. Die Angelegenheit ist zurzeit vor einem Gericht hängig, was zu gewissen Abhängigkeiten mit Bezug auf den Zeitpunkt des Einbaus der neuen Geothermiepumpe führt. Aufgrund der drohenden Energiemangellage hat die WVR AG in der Zwischenzeit alles notwendige Ersatzmaterial organisiert. Zurzeit gehen wir davon aus, dass wir den Betrieb im November 2022 wieder aufnehmen können. Wir möchten festhalten, dass dieser Schadenfall sich weder auf unseren Wärmepreis noch auf die Wärmeversorgung auswirken sollte.

 

Die aktuelle Lage bestärkt uns, dass wir mit dem neuen Projekt «geo2riehen», welches eine weitere Geothermieanlage vorsieht, die richtige Strategie gewählt haben. Geothermie leistet einen wichtigen Beitrag für lokale und klimafreundliche Wärme. Zurzeit werden im Projekt die umfangreichen Messdaten des Untergrunds von diesem Frühjahr ausgewertet. Diese werden noch durch ein national gefördertes Forschungsprojekt der Universität Genf ergänzt. Dafür werden in den nächsten Tagen rund 200 handgrosse Messgeräte ausgelegt, 14 davon in Riehen. Sie werden kaum sichtbar und fast ausschliesslich auf öffentlichem Grund in der Region positioniert. Es erfolgen dabei keine Anregungen des Untergrunds durch Vibrationsfahrzeuge.

 

Ende 2022 werden wir wissen, wo Potential für eine weitere Geothermiebohrung vorhanden ist, um mehr Wärme aus dem Untergrund zu nutzen. Bei hoffentlich positiven Resultaten werden wir wieder in den aktiven Dialog mit Ihnen und der Öffentlichkeit treten, um 2023 ein Baugesuch für die neue Anlage einzureichen.

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