05.04.2022 | Medienmitteilung der Wärmeverbund Riehen AG und IWB

Abschluss der Messkampagne geo2riehen – Danke für Ihre Unterstützung

Wir durften Sie in den letzten Monaten immer wieder zur 3D-Seismiskkampagne in Riehen/Basel und angrenzenden Gemeinden informieren. Es ging dabei um die Erkundung des Untergrunds für die Erweiterung der bestehenden Geothermieanlage in Riehen. Am 17. Februar 2022 konnte die Messkampagne, die am 3. Februar 2022 startete, abgeschlossen werden.

 

Mittlerweile hat die Messfirma praktisch alle rund 9'400 Geophone wieder einsammeln können und es läuft der Prozess der Datenauslesung. Somit sind die im Gelände sichtbaren Arbeiten abgeschlossen und erste Erkenntnisse sind so weit vielversprechend.

 

Wir möchten uns bei Ihnen allen im Namen des Wärmeverbunds Riehen (WVR) sowie der Industriellen Werke Basel (IWB) für Ihre anhaltende Unterstützung des Vorhabens bedanken. Dieser Dank gilt auch allen projektinvolvierten externen Partnern, allen voran der GGL Geophysik und Geotechnik Leipzig GmbH, der Geotest AG und der Stiftung Risiko-Dialog. Ohne diesen allseits grossen Rückhalt wäre die weitgehend reibungslose Durchführung unseres Vorhabens nicht möglich gewesen.

 

Nach der Auswertung der Daten in den nächsten Monaten können wir den geologischen Untergrund in Riehen und Umgebung besser abschätzen und Rückschlüsse zum Potenzial für die weitere Nutzung von Erdwärme ziehen. Die aktuelle weltpolitische Entwicklung bestätigt uns dabei, die lokal nutzbaren Energiequellen wo möglich zu nutzen, um so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren.

 

Wir durften während der gesamten Messkampagne auch einen grossen Rückhalt aus der von den Messungen betroffenen Bevölkerung spüren. Vereinzelt waren auch verärgerte oder kritische Rückmeldungen dabei, die wir aufgenommen und entsprechend berücksichtigt haben. Wir werden Sie weiterhin hier über das Projekt informieren.

 

Voraussichtlich Ende 2022 werden wir aus der Analyse wissen, wie sich der Untergrund für geo2riehen eignet. Bis dahin stehen wir Ihnen auch sehr gerne persönlich jederzeit zur Verfügung, um Fragen zu beantworten resp. Anliegen aufzunehmen. Melden Sie sich jederzeit – wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen.

 

Medienkontakte

Wärmeverbund Riehen AG

Matthias Meier, Geschäftsführer, Tel: +41 61 275 5504, matthias.notexisting@nodomain.commeier@erdwaermeriehen.notexisting@nodomain.comch

 

20.12.2021 | Medienmitteilung der Wärmeverbund Riehen AG und IWB

Untergrund wird untersucht – Einladung zu Dialogveranstaltungen

Die Wärmeverbund Riehen AG (WVR AG) will mit dem Projekt «geo2riehen» seine erfolgreiche Geothermieanlage in Riehen erweitern. Ziel ist es, mehr Wärme aus dem Untergrund für den Klimaschutz zu nutzen. Zusätzlich will IWB (Industrielle Werke Basel) die Chance nutzen, den Untergrund auch weiträumiger kennenzulernen. Um die Bevölkerung über die Untersuchungen zu informieren, laden die WVR AG und IWB zu Dialogveranstaltungen ein.

 

Untersuchungen des Untergrunds 2022

Anfang 2022 starten die Untersuchungen des Untergrunds unter Riehen, Bettingen, grossen Teilen von Basel, den angrenzenden Baselbieter Gemeinden Birsfelden, Münchenstein und Muttenz, sowie Teilen der Gemeinde Grenzach-Wyhlen. Die WVR AG und die IWB arbeiten dabei eng mit erfahrenen Fachleuten aus dem In- und Ausland zusammen. Während der rund dreiwöchigen Untersuchung werden Schallwellen in den Untergrund geleitet. Dazu werden ab ca. Anfang Februar 2022 vier Messfahrzeuge zirkulieren, die alle 20 Meter stehen bleiben und leichte Vibrationen auslösen. Für die Anwohnerinnen und Anwohner sind die Anregungen in der Liegenschaft für rund eine Minute spürbar. Das Messfahrzeug durchfährt eine Strasse nur einmal während der Messkampagne. Zuvor legen Fachleute ab Mitte Januar 2022 kleine Messgeräte (Geophone) auf dem Boden aus, um die erzeugten Vibrationen aufzuzeichnen.

 

Hohe Zustimmung zu den Messungen

Seit November 2021 wurde die Eigentümerschaft im Untersuchungsgebiet um Unterstützung gebeten, um u. a. die Geophone auszulegen. Die individuellen Anschreiben erklärten das genaue Vorgehen und fragten um Einverständnis an. Es trafen bereits viele positiven Rückmeldungen ein, wofür sich WVR AG und IWB herzlich bedanken möchten. Die Antworten zeigen das Interesse und die Zustimmung der Bevölkerung zum Projekt. Auch Fragen sind weiterhin sehr willkommen. Ein Kurzfilm auf der Projektwebsite zeigt die Details der Messung anschaulich.

 

Bevölkerungsanlässe und Besuchstage

WVR AG und IWB setzten bewusst auf eine transparente Information und den Dialog mit der Bevölkerung. Zwischen dem 12. und 27. Januar 2022 finden in Riehen sowie an verschiedenen Orten im Grossraum Basel Informations- und Dialogveranstaltungen statt. Dort wird das Vorhaben erklärt und Anliegen der gesamten Bevölkerung werden aufgenommen. Die Anlässe werden von der unabhängigen Stiftung Risiko-Dialog moderiert. Gemäss aktueller Planung und den Vorgaben des Bundes finden die Anlässe unter der 2G Reglung, inklusiv Maske statt. Kurzfristige Änderungen wegen der Pandemie werden auf den Webseiten veröffentlicht.

 

Wegen der Corona Pandemie werden zusätzlich digitale Anlässe angeboten. Zudem findet am 5. resp. 12. Februar 2022 ein Besuchstag statt. Dabei kann die gesamte Messausrüstung live angeschaut und mit Fachleuten diskutiert werden. Mehr Informationen und Anmeldung zu den Anlässen finden sich auf http://www.erdwaermeriehen.ch sowie www.iwb.ch/erdwaermeriehen. Wir freuen uns auf alle Rückmeldungen und die Gespräche mit der Bevölkerung!

 

Übersicht der Veranstaltungen

  • 17. Januar 2022 in Birsfelden: Aula der Rheinparkschule (ca.18-20 Uhr)
  • 18. Januar 2022 in Riehen: Bürgersaal im Gemeindehaus (ca.18-20 Uhr)
  • 20. Januar 2022 in Kleinbasel: Gare du Nord (ca.18-20 Uhr)
  • 21. Januar 2022 in Grossbasel: Zwinglihaus (ca.18-20 Uhr)
  • 25. Januar 2022 Digitaler Anlass WVR AG (ca.18-20 Uhr)
  • 27. Januar 2022 Digitaler Anlass IWB (ca.18-20 Uhr)
  • 5. Februar 2022 Besuchstag Riehen: Zirkusplatz im Sarasinpark (ca.10-15 Uhr)
  • 12. Februar 2022 Besuchstag Basel: Barfüsserplatz (ca.10-15 Uhr)

Zudem finden in Grenzach-Wyhlen am 12. sowie 13. Januar 2022 ebenfalls Veranstaltungen statt.

 

Medienkontakte

Wärmeverbund Riehen AG

Matthias Meier, Geschäftsführer, Tel: +41 61 275 5504, matthias.notexisting@nodomain.commeier@erdwaermeriehen.notexisting@nodomain.comch

 

IWB

Erik Rummer, Leiter Unternehmenskommunikation, Tel: +41 79 758 54 69, medien@iwb.notexisting@nodomain.comch

 

Hier finden Sie die Präsentation, welche an den Veranstaltungen gezeigt wurde:

03.11.2021 | Medienmitteilung der Wärmeverbund Riehen AG und IWB

Untersuchungen für geo2riehen und IWB starten 2022

Anfang 2022 planen die Wärmeverbund Riehen AG (WVR AG) und IWB (Industrielle Werke Basel) Untersuchungen des Untergrunds, um eine mögliche Erdwärmenutzung zu prüfen. Messwagen werden in der Region zirkulieren. Auf dem Boden legen Fachleute kleine Messgeräte aus. Ab November 2021 wird die Eigentümerschaft der Grundstücke um Unterstützung und Erlaubnis angefragt.

 

Die WVR AG plant eine zweite Geothermieanlage und reagiert mit dem Projekt «geo2riehen» nicht nur auf das wachsende Bedürfnis der Riehener Bevölkerung nach klimafreundlicher Fernwärme, sondern auch auf die neue Basler Energiestrategie. Damit knüpft geo2riehen an die seit 27 Jahren erfolgreiche Förderung von Erdwärme in Riehen an.

 

IWB will die Chance nutzen, den Untergrund über das Projektgebiet von geo2riehen hinaus grossflächiger zu untersuchen. Dies ermöglicht es IWB zu beurteilen, ob und wie sie natürlich vorhandenes Heisswasser aus dem Untergrund künftig für den Ausbau von lokalen Wärmenetzen nutzen kann.

 

Untersuchungen in beiden Basler Kantonen und in Deutschland

In einem nächsten Schritt planen die WVR AG und die IWB ab Anfang 2022 die Untersuchungen des Untergrunds unter Riehen, Bettingen, grossen Teilen von Basel, den angrenzenden Baselbieter Gemeinden Birsfelden, Münchenstein und Muttenz, sowie Teilen der Gemeinde Grenzach-Wyhlen. Sie arbeiten dabei eng mit erfahrenen Fachleuten aus dem In- und Ausland zusammen. Ziel ist es, zu prüfen, wo in der Tiefe von wenigen Kilometern natürlich vorkommendes Heisswasser vorhanden ist. Die Arbeiten werden eng mit Behörden und Politik abgestimmt und von diesen unterstützt.

 

Während der rund dreiwöchigen Untersuchung werden Schallwellen in den Untergrund geleitet. Dazu werden, voraussichtlich ab Anfang Februar 2022, vier Messfahrzeuge zirkulieren, die alle 20 Meter stehen bleiben und leichte Vibrationen auslösen. Zuvor legen Fachleute ab Mitte Januar 2022 kleine Messgeräte (Geophone) auf dem Boden aus, um die erzeugten Vibrationen aufzuzeichnen. Ab November 2021 wird die Eigentümerschaft im Untersuchungsgebiet um Unterstützung und Erlaubnis gebeten. Dafür wird die von WVR AG und IWB beauftragte Firma GEOTEST die Betroffenen individuell anschreiben, das genaue Vorgehen erklären und für die nötigen Genehmigungen besorgt sein.

 

Die Nutzung der Erdwärme und die Untersuchung des Untergrunds werden vom Bundesamt für Energie auch finanziell unterstützt. Damit sind auch Forschungsarbeiten der Universität Genf verbunden, die ggf. ebenfalls Messgeräte auslegen und um Erlaubnis bitten werden.

 

IWB und WVR AG setzen auf einen Dialog mit der Bevölkerung

Da ein Pionier- und Innovationsprojekt wie geo2riehen mit gewissen Planungsunsicherheiten verbunden ist, setzen die WVR AG und die IWB bewusst auf ein besonders sorgfältiges etappenweises Vorgehen und eine frühzeitige und transparente Kommunikation. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Riehen und den im Untersuchungsgebiet liegenden Gebieten werden fortlaufend über die Schritte im Projekt informiert. Auch sind Fragen und Anregungen zum Projekt jederzeit erwünscht. Ab Januar 2022 werden zudem in Riehen und an verschiedenen Orten in Basel Informations- sowie Dialogveranstaltungen durchgeführt, um auch Anliegen der Bevölkerung aufzunehmen. Zudem werden «Tag der offenen Tür»-Veranstaltungen stattfinden, um eine Messung live miterleben zu können.

24.06.2021 | Medienmitteilung der Wärmeverbund Riehen AG

Riehen setzt auf Erdwärme - Transparenz und Dialog werden grossgeschrieben

Die Wärmeverbund Riehen AG (WVR AG) setzt auf Erdwärme und plant eine zweite Geothermieanlage. Damit reagiert die WVR AG nicht nur auf das wachsende Bedürfnis der Riehener Bevölkerung nach CO2-neutraler Fernwärme, sondern auch auf die neue Basler Energiestrategie. Das geplante Projekt «geo2riehen» knüpft an die seit 27 Jahren erfolgreiche Förderung von Erdwärme in Riehen an. Die Projektverantwortlichen setzen auf ein fundiertes Risikomanagement, umfassende Information und den Einbezug der Riehener Bevölkerung. Dabei werden sie von Fachpartner wie der unabhängigen Stiftung Risiko-Dialog unterstützt.


Geothermie für eine klimafreundliche Wärmeversorgung
Die Geothermie bezeichnet die Nutzung der in der Erde gespeicherten Wärmeenergie – meist für Fernwärmesysteme. Dazu wird heisses Wasser aus dem Untergrund gefördert und dessen Wärme genutzt. Dieses Verfahren wird seit 26 Jahren in Riehen schweizweit einzigartig erfolgreich angewandt. Die WVR AG versorgt damit rund 9000 Kunden. An der bestehenden Anlage sind in diesem Jahr Wartungs- und Reparaturarbeiten geplant. Die Geothermie wird in der nationalen Energieszene und Politik zunehmend als wichtige, nachhaltige Energieform erkannt, insbesondere für die Wärmeproduktion. Denn Erdwärme steht an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung. Da die Energie vor Ort erzeugt wird, besteht in energetischer Hinsicht eine grössere Unabhängigkeit. Für die Wärmenutzung erfordert sie keinen Verbrennungsprozess.

 

Ein breit getragenes und lokales Geothermieprojekt: geo2riehen
In Riehen soll nun eine zweite geothermische Anlage für den Ausbau der Fernwärmeversorgung erstellt werden, um dem wachsenden Bedürfnis der Riehener Bevölkerung nach CO2-neutraler Fernwärme zu folgen und die Basler Energiestrategie umzusetzen. Das gesamte Projekt wird unter der Leitung und Verantwortung der WVR AG geführt. Ihre beiden Aktionäre IWB und die Gemeinde Riehen treiben das Projekt gemeinsam voran und stehen dabei für Fachkompetenz, Innovation und Vernetzung. Den beiden Aktionären liegen aber auch die lokale Verankerung und Nähe zur Bevölkerung am Herzen. Das Projekt wurde durch den Riehener Einwohnerrat ohne Gegenstimme genehmigt und erlebt breite Unterstützung.

 

«Für eine erfolgreiche Projektumsetzung braucht es den Rückhalt der Politik wie auch der Bevölkerung. Diese Unterstützung ist im Gespräch mit unserer Kundschaft und innerhalb der Gemeinde spürbar. Dass dies so bleibt, ist eine transparente und offene Kommunikation wichtig.» Matthias Meier, Geschäftsführer WVR AG

 

Die WVR AG legt somit ein besonderes Augenmerk auf ein sorgfältiges Vorgehen, ein fundiertes Risikomanagement sowie die umfassende Information und den Einbezug der Riehener Bevölkerung. Zudem wird sie mit Unterstützung der unabhängigen Stiftung Risiko-Dialog Anlässe für die breite Bevölkerung anbieten, bei denen der Austausch auf Augenhöhe im Vordergrund steht. Die erste öffentliche Auftaktveranstaltung findet voraussichtlich anfangs nächsten Jahres statt und ist offen für alle Interessierten. Darüber wird die WVR AG wieder zeitgerecht informieren.

 

Weiteres Vorgehen und Kooperation mit Projekt der IWB
Nach intensiven Vorabklärungen zur Machbarkeit und einer vertieften Kooperation mit Partnern steht im kommenden Jahr 2022 eine sogenannte Messkampagne an, die ein genaueres Bild des Untergrunds aufzeigen soll. Die Messergebnisse helfen in einem nächsten Schritt, einen möglichen geeigneten Standort für eine weitere Nutzung der Erdwärme ausfindig zu machen. Im Jahr 2024 könnte mit der ersten von zwei Bohrungen begonnen werden. Die WVR arbeitet dabei mit Fachleuten zusammen, die über wertvolle Erfahrungen bei geologischen Erkundungen verfügen. Neben der WVR AG will auch IWB im Rahmen eines eigenen Projekts die Potenziale für eine weitere Geothermiebohrung prüfen. Beide Projektbeteiligten werden intensiv zusammenarbeiten, gemeinsame Ressourcen einsetzen und Erfahrungen teilen. So wird auch die Messkampagne gemeinsam in Riehen, Basel, gewissen Gebieten in Deutschland und dem Kanton Basel-Landschaft durchgeführt. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Riehen und den von der Messung betroffenen umliegenden Gebieten werden rechtzeitig informiert, wann und wo die Messkampagne durchgeführt und wie diese aussehen wird. Ein Pionier- und Innovationsprojekt wie geo2riehen ist mit gewissen Planungsunsicherheiten verbunden. Daher setzt die WVR AG bewusst auf ein besonders sorgfältiges etappenweises Vorgehen und eine frühzeitige und transparente Kommunikation. Informationen zum Projekt werden daher kontinuierlich auf der Website www.erdwaermeriehen.ch veröffentlicht.

Ansprechpartner

Matthias Meier, Geschäftsführer, Tel. +41 61 275 55 04, info@erdwaermeriehen.notexisting@nodomain.comch

 

 

 

 

 

03.11.2020 | Medienmitteilung der Wärmeverbund Riehen AG

Wärmeverbund Riehen AG erhält grünes Licht für «geo2riehen»

In Riehen ist der Weg frei für den Ausbau einer weiteren Geothermieanlage. Der Einwohnerrat hat am 24.09.2020 einen entsprechenden Antrag der Gemeinde genehmigt. Mit Ablauf der Referendumsfrist am 29.10.2020 ist dieser Beschluss nun rechtskräftig. Die Wärmeverbund Riehen AG kann damit den Ausbau der klimafreundlichen Wärmeversorgung in Riehen vorantreiben. Als nächster Schritt soll eine Messkampagne ein deutlicheres Bild des Untergrunds aufzeigen.

 

Die Riehener Geothermieanlage liefert seit über 26 Jahren zuverlässig klimafreundliche Wärmeenergie für heute 8500 Riehener Einwohnerinnen und Einwohner. Für die Zukunft rechnet die Wärmeverbund Riehen AG (WVR) mit einer weiterhin hohen Nachfrage. Eine zweite Bohrung soll darum mehr natürlich vorhandenes Thermalwasser zur Wärmenutzung erschliessen. Das Potential ist da: Eine Machbarkeitsstudie bescheinigt dem Vorhaben gute Aussichten auf Erfolg. Die Bohrung zur Förderung des Thermalwassers und der Bau der Anlage werden rund 20 Millionen Franken kosten. Im Jahr 2026 können dann 4000 Personen zusätzlich mit klimafreundlicher Energie aus Riehens Untergrund versorgt werden.

 

Die Kosten teilen sich die beiden Aktionäre, das sind die Gemeinde Riehen und die Basler Energieversorgerin IWB. Das Bundesamt für Energie hat eine Förderung von 1,2 Millionen Franken zugesichert und weitere 5,1 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Die stärkere Beteiligung von IWB (neu 50% statt 27%) erleichtert zum einen die Finanzierung des Projekts. Zum andern kann die WVR den Betrieb der Anlagen und des wachsenden Versorgungsnetzes besser mit IWB koordinieren. Dies ist insbesondere mit Hinblick auf die im Kanton Basel-Stadt gesetzlich vorgegebene Dekarbonisierung der Wärmeversorgung von Vorteil: Die schritt- und teilweise Stilllegung der Gasversorgung wird damit optimal auf das Wachstum des Riehener Wärmenetzes abgestimmt.

 

Als nächste Schritte stehen im Sommer 2021 seismische Untersuchungen zum Erkunden des Untergrunds für «geo2riehen» an. Diese sind wichtig, um die Eignung eines späteren Bohrziels bestimmen zu können. Bestätigt sich die Machbarkeit des Projekts, könnte im Jahr 2023 mit der ersten von zwei Bohrungen begonnen werden. Die WVR arbeitet dabei mit Fachleuten zusammen, die über wertvolle Erfahrungen bei tiefengeologischen Erkundungen verfügen. So erachten die Projektverantwortlichen das Auftreten eines spürbaren Erdbebens als äusserst unwahrscheinlich. Bei den früheren Bohrungen in Riehen sind keine Zwischenfälle aufgetreten. Um ihrer Verantwortung gerecht zu werden, untersucht die WVR AG alle Projektrisiken sorgfältig, trifft entsprechende Massnahmen und geht im ganzen Projekt Schritt für Schritt vor, um neue Erkenntnisse immer wieder einzubauen.

 

Eine umfassende Information und der Einbezug der Riehener Bevölkerung ist der WVR, der Gemeinde Riehen und IWB sehr wichtig. Die WVR AG steht für Fragen zur Verfügung und wird weiterhin über jede Projektetappe vertieft informieren. Zudem wird sie unter der Moderation durch die unabhängige Stiftung Risiko-Dialog Anlässe für die Bevölkerung anbieten.

 

Über die WVR AG

Die 2009 gegründete WVR AG ist im Besitz der baselstädtischen Gemeinde Riehen und der Basler Energieversorgerin IWB. Die WVR AG versorgt rund 8500 Einwohnerinnen und Einwohner von Riehen mit Wärmeenergie. Die Gesamtlänge ihres Netzes, das seit 2013 mit dem Fernwärmenetz von IWB verbunden ist, beträgt über 39 Kilometer. Die WVR AG produziert insgesamt an 6 verschiedenen Standorten Wärme. Herzstück ist die Geothermie-Grundlastzentrale am Haselrain, die seit 1994 sicher in Betrieb ist und aus einer Tiefe von über 1500 Metern rund 65°C warmes Wasser fördert.

 

 

12.05.2020 | Medienmitteilung der Gemeinde Riehen, IWB und Wärmeverbund Riehen AG

Wärmeverbund Riehen AG plant eine zweite Geothermieanlage

Um der gestiegenen Nachfrage nach klimaneutraler Energie nachzukommen, plant die Wärmeverbund Riehen AG mit dem Projekt «geo2riehen» eine zweite Geothermieanlage. Wie die finanziellen Herausforderungen der nächsten Jahre partnerschaftlich bewältigt werden können, soll in einem neuen Vertrag zwischen den beiden Aktionären Einwohnergemeinde Riehen und den Industriellen Werken Basel (IWB) geregelt werden.

 

Der Wärmeverbund Riehen versorgt seit 26 Jahren Riehener Haushalte zuverlässig mit Erdwärme. Das Herzstück des Wärmeverbunds ist die Geothermieanlage, die seit 1994 in Betrieb ist und aus einer Tiefe von über 1500 Metern 67° warmes Wasser fördert. Dieses wird im 38 Kilometer langen Fernwärmenetz genutzt und deckt heute den Wärmebedarf von rund 8500 Personen. Und die Nachfrage steigt weiterhin.

 

Die Geothermie in Riehen heute und in Zukunft: Riehen bleibt Energiestadt

Geothermie ist eine erneuerbare CO2-freie Technologie. Riehen ist einer der am besten geeigneten Standorte der Schweiz. Die Wärmeentnahme aus dem Erdinnern ist gering und der Untergrund bleibt dadurch unverändert.

 

Die aus der Geothermie gewonnene Energiemenge konnte in den letzten zehn Jahren von 10 GWh auf 23.3 GWh im Jahr 2018 mehr als verdoppelt werden. Dies entspricht ca. 2'200 Tonnen, bzw. ca. 2,6 Mio. Liter Erdöl pro Jahr. In den letzten Jahren wurden viele Neukunden angeschlossen und der Wärmebezug konnte dadurch gesteigert werden.

 

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und den Anteil CO2-freier Energie zu steigern, soll eine zweite Anlage «geo2riehen» gebaut und die langfristige Finanzierung neu geregelt werden. Mit der neuen Anlage sollen gemäss aktueller Planung in ein paar Jahren innerhalb des Versorgungsperimeters etwa 4000 weitere Personen versorgt werden.

 

Riehen wurde im Jahre 2004 als erste Gemeinde Europas mit dem European Energy Award Gold ausgezeichnet und verfolgt weiterhin das Ziel, in diesem Bereich dank zukunftsweisender Projekte führend zu bleiben.

 

Positives Resultat der Machbarkeitsstudie

ine Machbarkeitsstudie hat 2018 ergeben, dass die Chancen für den Betrieb einer zweiten Geothermieanlage dank günstigen geologischen Voraussetzungen gutstehen. In einem nächsten Schritt soll dies mit Probebohrungen bestätigt werden. Davor wird durch eine sogenannte Messkampagne der Verlauf der unterirdischen Gesteinsschichten modelliert, um ein Bohrziel definieren zu können. Mit bereits bestehenden Bohrungen am Bachtelenweg und im Stettenfeld wurde eine günstige Wasserführung nachgewiesen. Aufgrund dieser Erfahrung geht man von einer relativ hohen Erfolgswahrscheinlichkeit aus.

 

Bevor das Projekt weiter vorangetrieben und Probebohrungen durchgeführt werden können, ist die Zusammenarbeit zwischen den Aktionären neu zu regeln.

 

Unterstützung durch den Bund

Bei dem Bundesamt für Energie (BFE) wurde im Dezember 2018 ein Förderbeitrag beantragt und im Zuge dessen das Projekt durch eine Expertengruppe des BFE geprüft. Nach Abschluss der Prüfung konnte im Januar 2020 ein Subventionsvertrag in der Höhe von 1.2 Millionen Franken für die Messkampagne unterzeichnet werden (Link zur Medienmitteilung des BFE). Für die Bohrungen wird ein weiterer Subventionsbeitrag beantragt und bis dahin wird das Projekt weiterhin durch die Expertengruppe des BFE begleitet.

 

Projektrisiken sind sehr gering

Neben der hohen Erfolgswahrscheinlichkeit, dass man warmes Wasser in günstiger Tiefe findet, müssen auch Projektrisiken beachtet werden. So weiss man nicht punktgenau, wo das Wasser liegt. Dieses Risiko minimiert man mit einer guten Messkampagne.

 

Das Risiko eines spürbaren Erdbebens wird durch die Projektverantwortlichen bei den geplanten Bohrungen als sehr gering erachtet. Bei den früheren Bohrungen sind keine Zwischenfälle aufgetreten und die geologischen Verhältnisse sind sehr ähnlich.

 

In Riehen wird wie schon bei den Bohrungen von 1988 der bereits natürlich zerbrochene, durchlässige und wasserführende Untergrund genutzt. Es werden keine neuen Brüche erzeugt, so dass keine spürbaren Beben zu erwarten sind.

 

Alle Projektrisiken werden fortlaufend beobachtet und je nach Projektentwicklung Massnahmen zur weiteren Risikominimierung ergriffen und darüber kommuniziert.

 

Neuer Energierichtplan des Kantons bedingt eine Partnerschaft auf Augenhöhe

Um die ehrgeizigen Ziele des Projekts «geo2riehen» zu erreichen, steht der Wärmeverbund Riehen AG vor sehr grossen technischen und finanziellen Herausforderungen. Das Interesse der Hausbesitzer an einem Anschluss an den Wärmeverbund wird weiterhin hoch bleiben. Die energiepolitischen Vorgaben des Bundes und des Kantons zielen alle auf die verstärkte Förderung der umweltfreundlichen Geothermie.

 

Neben der Investition für «geo2riehen» werden in den nächsten Jahren weitere Investitionen in die bestehenden Produktionsanlagen und in die Netze nötig sein. Dies vor dem Hintergrund, dass der neue Energierichtplan BS eine CO2-Reduktion («Dekarbonisierung») des Wärmesystems fordert. Dadurch stehen der WVR AG als auch die IWB vor grossen Herausforderungen, die es partnerschaftlich zu lösen gilt. In Riehen stehen Ersatz- und Neuinvestitionen für Produktionsanlagen sowie der Ausbau des Fernwärmenetzes an. Weil die Fernwärme Riehen und die Fernwärme Basel heute schon technisch verbunden sind, ist ein Gleichschalten der Interessen von grosser Bedeutung.

 

Je nach Nachfrageszenario wird der Investitionsbedarf in den kommenden Jahren auf 42 bis 49 Millionen Franken geschätzt, wobei nach Abzug der möglichen Subventionsbeiträge ca. 14 Millionen auf «geo2riehen» entfallen. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, haben die beiden Aktionäre  (die Gemeinde Riehen und die IWB) ihre Partnerschaft überprüft.

 

Zukünftig sollen die Aktienanteile je 50% statt heute 72.9% (Gemeinde Riehen) zu 27.1% (IWB) betragen. Die IWB sind bezüglich Energieversorgung nicht nur der wichtigste Akteur im Kanton Basel-Stadt, sondern auch ein unverzichtbarer Partner der Gemeinde im Wärmeverbund Riehen und verfügen über grosses technisches und betriebliches Know-how.

 

Die IWB übernehmen mit der Verschiebung des Aktienanteils auch entsprechend mehr finanzielle Verantwortung und Risiko.

 

Die weiteren Schritte

Der Riehener Einwohnerrat wird voraussichtlich im Juni 2020 über die Vorlage befinden. Die Bevölkerung wird voraussichtlich im Herbst 2020 im Detail über das Projekt informiert.

 

 

Ansprechpartner

Daniel Albietz, Gemeinderat Riehen, Tel. +41 61 606 30 00

Dr. Markus Balmer, Geschäftsleitung IWB, Tel. +41 61 275 52 40

Matthias Meier, Geschäftsführer Wärmeverbund Riehen AG, Tel. +41 61 275 55 04info@erdwaermeriehen.notexisting@nodomain.comch

 

 

10.01.2020 | Medienmitteilung der Wärmeverbund Riehen AG

Bund unterstützt geo2riehen mit 1,2 Millionen Franken

Der geplante Bau einer zweiten Geothermieanlage in der baselstädtischen Gemeinde Riehen erhält wichtige Unterstützung: Das Bundesamt für Energie (BFE) hat einen Erkundungsbeitrag von 1,2 Millionen Franken bewilligt. Dank dieser Bundessubvention kann die Wärmeverbund Riehen AG (WVR AG) nach Projektfreigabe durch die Aktionäre mit der detaillierten Erkundung des Untergrunds starten. Von den Resultaten dieser Feldseismik werden die weiteren Etappen des Projekts abhängen, welches die erneuerbare Energieversorgung in Riehen längerfristig sichern soll.

 

Die bestehende Geothermie-Anlage der WVR AG am Haselrain ist die grösste Anlage ihrer Art in der Schweiz – und bislang die einzige, die über ein Verteilnetz sicher und zuverlässig geothermische Wärme an Endkunden liefert. Die Anlage ging 1994 in Betrieb. Sie geniesst eine breite Akzeptanz und ist weit über die Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus bekannt.

 

Unter dem Titel «geo2riehen» plant die WVR AG eine mögliche zweite Geothermie-Anlage, die in Etappen realisiert werden soll. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie konnten die Verantwortlichen mittlerweile nachweisen, dass die Grundlagen für diesen Projektschritt ausreichend vorhanden sind. In einem nächsten Schritt plant die WVR AG, die detaillierte Untersuchung des Untergrunds auszuschreiben und von externen Fachleuten durchführen zu lassen. Für diese Feldseismik hat das Bundesamt für Energie (BFE) nun einen Erkundungsbeitrag in der Höhe von maximal 1,2 Millionen Franken bewilligt.

 

Die WVR AG begrüsst diesen Beschluss und dankt dem BFE für die wichtige Unterstützung. Dank der Bundessubvention können die Projektverantwortlichen mit der Organisation der Feldseismik beginnen, sobald die WVR-Aktionäre die Phase der Projektfreigabe abgeschlossen haben.

 

Eine transparente Kommunikation sowie die Partizipation der Bevölkerung von Riehen sind den Projektverantwortlichen ein zentrales Anliegen. Die WVR AG wird deshalb weiterhin über jede Projektetappe vertieft informieren und einen Dialog mit der Bevölkerung anbieten, um deren Anliegen aufzunehmen.

 

Die 2009 gegründete WVR AG ist im Besitz der baselstädtischen Gemeinde Riehen (Aktienanteil: 73%) und des Basler Energieversorgungsunternehmens IWB (Aktienanteil: 27%). Mittlerweile versorgt die WVR AG rund 8100 Einwohnerinnen und Einwohner von Riehen mit Wärmeenergie. Die Gesamtlänge ihres Netzes, das seit 2013 mit dem Fernwärmenetz von IWB verbunden ist, beträgt über 37 Kilometer. Die WVR AG produziert insgesamt an 6 verschiedenen Standorten Wärme. Herzstück ist die Geothermie-Grundlastzentrale am Haselrain, die seit 1994 sicher in Betrieb ist und aus einer Tiefe von über 1500 Metern rund 65°C warmes Wasser fördert.

 

 

Störfälle

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Netzleitstelle von IWB

(24 Std./365 Tage)

Kontakt

Wärmeverbund Riehen AG

Margarethenstrasse 40
CH-4002 Basel

T 061 275 53 00
F 061 275 59 50
info@erdwaermeriehen.notexisting@nodomain.comch

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